Frau Schletterer singt nicht mehr

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Ju
Fantastische Sommerrollen
25.07.2019 15:20

„So gelingen fantastische Sommerrollen mit Erdnuss-Dip“ – das kann man heute im stern lesen.
Mal ganz davon abgesehen, daß es für mich tatsächlich absolut schlüssig ist, daß man sich durch den Genuß von Erdnuß-Dip fantastische Rollen auf die Hüften essen kann, beschränkt sich das m. E. aber nicht auf den Sommer. Das sollte wohl ganzjährig spielend gelingen. Woher also der Begriff der Sommerrolle?
Schaut man das Foto neben der Überschrift nun genauer an, erkennt man schlagartig, daß es bei dem Ganzen gar nicht um das Hüftgold geht, das man sich aneignen kann, sondern um die Zubereitung einer Altvernative zur klassischen Frühlingsrolle, die man eben kurzerhand Sommerrolle genannt hat, um Verwechslungen auszuschließen.
Ich bin ehrlich, für mich sieht das haargenau wie eine Frühlingsrolle aus, nur daß die Rolle nicht durch den klassischen Teig, sondern offenbar durch ein hauchdünnes, transparentes Blatt irgendeines nicht erkennbaren Gemüses zusammengehalten wird. Auch die Füllung besteht ganz offenbar aus niedrigkalorischen, ungemein gesunden und zweifellos knackigen Gemüsen, die mich sofort daran erinnern, daß nichts so sehr den Appetit verdirbt wie der Satz: “Iß, es ist sehr gesund!“
Es wäre also von den Sommerrollen, außer daß sie einem nicht das Wasser im Mund zusammentreiben, eigentlich nicht abzuraten, und meine erste Assoziation, die ich eingangs erwähnte, scheint unangebracht.
Wäre da eben nicht doch dieser Erdnuß-Dip! Süße Soja-Soße, Erdnußbutter und Sriracha-Soße – wovon zwar tatsächlich nur die Erdnußbutter böseböseböse sein dürfte, aber dem Ganzen wohl doch dazu verhilft, daß das Hüftgold wieder Thema wird.
Und dann hat man in der Tat ruckzuck fantastische Vierjahreszeitenrollen.
 

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