Frau Schletterer singt nicht mehr

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Ja
Fisch des Jahres
02.01.2020 16:01

Gerade las ich, daß die Forelle vom Schweizerischen Fischerei-Verband zum Fisch des Jahres 2020 erwählt wurde.
Dieses Küren von „Fischen des Jahres“ hat den Zweck, auf die bedrohte heimische Fischwelt aufmerksam zu machen. (Meines Erachtens hat es ja zwar schon eine gewisse Komik, daß ausgerechnet ein Fischerei-Verband auf die Gefährdung des Fischbestands aufmerksam machen will, aber was soll’s…?!)
Ein kurzer Blick auf die bisherigen Gekürten zeigt mir für das Jahr 2014 ein Foto der Groppe. Die Groppe? Nie gehört! Aber ich finde, der sieht ein bißchen aus wie ein Wels. Also habe ich mal gegoogelt, ob Groppe vielleicht der Schweizerische Name für den Wels ist.
Aber ach: im Wikipedia-Eintrag für die Groppe finde ich tatsächlich einige alternative Bezeichnungen für das nicht sehr hübsche Tier. „Wels“ ist nicht darunter, dafür aber wird er wohl in einigen Regionen Rotzkopf genannt.
Mal ehrlich: möchten Sie einen Rotzkopf auf dem Teller haben? Könnten Sie einen Fisch dieses Namens mit Appetit verspeisen? Oder würde es Ihnen dann nicht in den Fingern jucken, dem Armen erst mal ein Taschentuch anzubieten, damit er sich ordentlich durchschnäuzt, bevor sie ihm den Kopf entfernen?
Nun, ich weiß, daß Tiere ihre Namen nicht unbedingt nach kulinarischen Gesichtspunkten erhalten haben, daß ein Name also nicht zwingend für gastronomisches Marketing taugt. Aber einen Rotzkopf möchte ich im Grunde auch noch nicht einmal neben mir sitzen haben.
 

Überraschende Möglichkeiten

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