Frau Schletterer singt nicht mehr

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Au
Kunst - Risiken & Nebenwirkungen
24.08.2017 12:02

Heute las ich einen Artikel darüber, daß ein gewisser Herr Froböse es gerne sähe, wenn es Profi-Fußballern verboten würde, sich tätowieren zu lassen. Sie schade der Leistungsfähigkeit, diese bunte Kunst auf der Haut.
Voreingenommen wie ich war, dachte ich zunächst daran, daß es eher der Leistungswille sei, der da eingeschränkt ist, denn mir scheint es manchmal, daß so einige Profikicker hauptsächlich zu einem Zwecke auf dem Platz sind: um sich und ihre volle Schönheit eindrücklich zu präsentieren und mit den bunten Bildern auf ihren Bizepsen und Waden Bewunderung vor allem bei der Weiblichkeit zu wecken.
Aber nein, es ging besagtem Herrn tatsächlich um weitgehend medizinische Argumente. Die Farbe gelange direkt ins Blut, und auch die Temperaturregelfähigkeit der Haut leide unter der teilweise großflächig eingestochenen Tinte. Und das alles schlage sich auf die Leistungsfähigkeit eines Sportlers nieder.
Wenn das stimmt, was der Fachmann hier sagt, frage ich mich allerdings, ob ein Verbot hier überhaupt rechtens wäre. Denn einem Büroangestellten wird ja der Konsum von Alkohol auch nicht verboten und die Einnahme von Vitaminpräparaten befohlen, damit seine Denkfähigkeit erhalten bleibt. So lange der Angestellte seine Arbeit ordentlich verrichtet, kann es seinem Arbeitgeber ja egal sein, ob er abends ein Bierchen trinkt und sich von Leberkäse ernährt. Und so sehe ich das auch mit den Tätowierungen: so lange ein Sportler die für die Vertragserfüllung erforderliche Leistung zeigt, müssen Tätowierungen seine Privatsache bleiben.
 

Was will mein Hund mir sagen?
Pfrssche

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