Frau Schletterer singt nicht mehr

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Ja
OY-HAI
21.01.2020 15:48

Gerade las ich einen Artikel, und ich konnte kaum glauben, was ich da las!
Es geht um den Absturz der Sikorsky S-61N OY-HAI, die im Oktober 1973 ins Meer bei Westgrönland abgestürzt ist.
Bei dem Flieger handelte es sich um einen Hubschrauber, der nach seinem Absturz in über 200m Meerestiefe absank. Alle Insassen kamen dabei ums Leben.
Irgendwann begann man damit, das Wrack zu bergen. Und genau damit fingen all die unglaublichen Dinge an, die im Folgenden passierten.
Zuerst konnte das Wrack nur schwer gefunden werden. Die Boje, die man zur Markierung der Liegestelle angebracht hatte, war am nächsten Tag verschwunden. Dann verhedderten sich, als man die Stelle endlich wiedergefunden hatte, irgendwelche Schläuche eines U-Bootes, das zum Wrack hinabgetaucht war, in der eigenen Schiffsschraube. Zwei Männer der Besatzung gerieten dadurch in Lebensgefahr, weil ihnen beim Befreiuungsversuch die Ventile ihrer Taucherflaschen einfroren.
Am nächsten Tag war dann wieder die Markierungsboje verschwunden, und einem U-Boot, das bei all der Anstrengung, die zu vollbringen war, sein ganzes Wasser, das es an Bord hatte, als Kühlwasser einsetzen mußte, ging das Trinkwasser aus, und die Bergung mußte einmal mehr abgebrochen werden.
In der Folge kamen ständig irgendwelche Stürme dazwischen, immer wieder waren eingesetzte Gerätschaften zu schwach, und wenn man liest, wie oft sich irgendwas irgendwo verheddert hatte, fühlt man sich wie in einem Film mit Louis de Funès und Mister Bean. Wieso nicht irgendwann jemand das Rückzugkommando gab, verstehe ich bei dem ganzen Durcheinander ehrlichgesagt nicht.
Am Ende, als der Helikopter dann endlich mal aus dem Wasser gehoben war, bekamen alle Helfer 4 Tage Sonderurlaub, und als sie zu ihrem Schiff, das die Bergung letztendlich ausgeführt hatte, zurückkehren wollten, war es verschwunden. Es war bei der Aktion leckgeschlagen gewesen und hatte die Freizeit genutzt, um leise seufzend im Hafenbecken unterzugehen.
Ob man je dieses brave Schiff geborgen hat, verschweigt der Artikel. Aber vermutlich hatte man vom Bergen eines Wracks dort so derart die Nase voll, daß es vermutlich heute noch da unten vor sich hinrostet.
 

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