Frau Schletterer singt nicht mehr

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Verhaltener Optimismus
13.11.2015 06:35

Momentan weiß ich nicht recht, was ich denken oder fühlen soll. Gestern abend war meine Stimme in Ordnung, und ich konnte recht gut singen. Insofern müßte ich happy sein. Bin ich diesbezüglich auch. Und die Probe ist – verglichen mit den letzten paar Singstunden – auch ganz gut verlaufen. Der lang ersehnte Ruck ist offenbar endlich tatsächlich durch den Chor gegangen. Angefühlt hat es sich für mich aber eher, wie wenn den Leuten die Sache jetzt langsam zum Halse heraushängt und sie ENDLICH mal weiter-kommen wollen bzw. das Ganze hinter sich bringen. Wie ich zu diesem Gefühl komme, kann ich nicht erklären. Vielleicht schließe ich zu sehr von mir auf andere.

Ein Wermutstropfen ist auch, daß an einer Stelle, an der die Frauen im Kleinchor singen, Frau Wassermann nicht dabei ist. Ich kann nicht nachvollziehen, wieso  Herr Hölzel sie nicht dazugenommen hat, zumal wir im 1. Alt eigentlich Verstärkung noch gut gebrau-chen könnten. Aber die Entscheidung ist halt jetzt nun mal so getroffen worden. Sie kann am Ende aber bedeuten, daß Frau Wassermann ganz woanders stehen wird als ich, und daß ich diesmal nicht ihre Stimme in meinem Ohr haben werde. Das ist gaaanz schlecht, wo wir es doch so sehr gewohnt sind, uns gegenseitig bei der Suche nach den richtigen Tönen beizustehen. Da müssen wir heute abend bei der Stellprobe unbedingt drauf achten, daß man uns nicht auseinanderreißt.

Herr Hölzel hat angesichts noch schräger Töne und einiger Unaufmerksamkeit des Basses wieder einmal gedroht, das Dirigentenpult zu verlassen und nach Hause zu gehen, sollte dies bei der Aufführung ebenfalls vorkommen. Alles lacht inzwischen über diese Dro-hung, denn sie gehört schon zu seinem Standardrepertoire in Sachen Sängermotivierung und wird natürlich nie umgesetzt. Wie sähe das denn auch aus? Und was stünde dann in der Zeitung??

End"spurt"
Seufz...

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