Frau Schletterer singt nicht mehr

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Virtuelle Mode
20.12.2019 09:34

Gerade las ich einen Artikel über eine „Schneiderin“, die ein virtuelles Kleid für 8.500 Dollar an einen Herrn verkauft hat, der offenbar nicht weiß, wohin noch mit seinem Geld, und der dieses virtuelle Kleid einem fotografischen Abbild seiner Frau „angezogen“ hat.
Das Grundkonzept ist das, daß man solche Kleidung erwirbt, virtuell trägt (wie auch immer man sich die „anzieht“) und sie dann von anderen nur durch eine VR-Brille gesehen werden kann.
Man ginge dann also z. B. in einem Schlabber-Sweatshirt in die Oper und trüge virtuell eine feine Robe darüber, in der einen dann alle VR-Brillenträger bewundern könnten. (Bliebe dabei allerdings für die Brillenträger zu hoffen, daß der optische Teil des Operngenusses nicht darunter zu leiden hätte.)
Wenn sich das durchsetzen sollte, dann wäre es sicher auch nicht mehr weit zu dem Schritt, auf solche Weise z. B. eine Nasen-OP zu simulieren oder ein Facelifting (oder insgesamt gephotoshoppt durch durchs Leben zu gehen), was den virtuell Gelifteten dann urplötzlich für seine Mitmenschen ungemein attraktiver machen würde.
Nur darf dann keiner mehr seine VR-Brille absetzen, vor allem nicht, bevor er bzw. sie sich zu Bett begibt. Nicht auszudenken, welcher Schock zu verkraften wäre, wenn eine sich in dem Glauben, daß Sex mit George Clooney kurz bevorsteht, unter die Decke begibt, um dann zu erkennen, daß sie neben Reiner Calmund liegt.
 

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Ach herrje!

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