Frau Schletterer singt nicht mehr

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Ja
Wieso Steine hüpfen
30.01.2020 09:45

Gerade las ich eine Abhandlung über das „Steinehüpfen“, also das Hüpfen eines Steins auf einer Wasseroberfläche, wenn er auf eine bestimmte Weise geworfen wird. 
Der Artikel umfaßt neben unzähligen Bezeichnungen, die es für diese besondere Art des Steinewerfens gibt, auch eine Erläuterung der physikalischen Grundlagen für das Hüpfphänomen. Diese Erklärungen sind so einleuchtend, daß sogar ich sie verstehe. Grund für das Hüpfen ist nämlich eine kleine Bugwelle, die beim Auftreffen des Steins auf der Wasseroberfläche durch seine Vorwärts- und Drehbewegung unter ihm entsteht, und die, so lange der Stein noch ordentlich Fahrt hat, wie eine Sprungschanze wirkt, so daß der Kiesel von der Wasseroberfläche wieder abhebt und somit eben einen Hüpfer macht.
Es war mir eine große Freude, diesen Artikel zu lesen – handelte er doch endlich mal wieder weder von irgendwelchen Katastrophen, Sensationen oder Greueltaten noch von Dumpfbanalitäten, die Sternchen X oder Pseudo-Künstler Y von sich gegeben haben.
Am Ende des Textes zu erfahren, daß im Steinehüpfen sogar Weltrekorde registriert werden, und daß der aktuelle Weltrekordhalter es schaffte, einen Stein 88 Mal auf einer Strecke von fast 100 m hüpfen zu lassen, hat mir den Tag versüßt! Ist es nicht eine wundervolle Vorstellung, daß da jemand so viel Tatendrang in das Trainieren eines so schlichten Zeitvertreibs steckt, der weder Energieressourcen verschwendet noch die Umwelt verschmutzt, dafür aber schöne, kindliche Freude verbreitet?!
Da möchte man doch glatt Smartphone und Computer stehen- und liegenlassen, das Springseil ausgraben und mal wieder ein paar Sprungübungen machen. Aber halt! Erst googeln, wer darin den Weltrekord hält…!
 

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