Frau Schletterer singt nicht mehr

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Ja
Wenn Kokosnüsse töten
20.01.2020 09:58

Wußten Sie, daß Kokosnüsse gefährlicher sind als Haie? Ja, daß sie jährlich sogar 15 mal mehr Menschen das Leben kosten als die für ihre Beißkraft berühmten Fische?
Na, da staunt der Laie, und was tut der Fachmann?
Der staunt nicht so sehr, denn wenn man die Erklärung hört, dann wird einem schnell einiges klar. Kokosnüsse entfalten ihre Letalität beim Herabfallen von Palmen. Wenn so eine Palme 25 m hoch ist und von ganz oben eine Nuß nach unten fällt, kriegt die ordentlich Fahrt. Und wenn sie dann auf einen Schädel kracht, bleibt immer abzuwarten, wer von beiden härter ist. Werden beide zu Muß, ist das halt schlecht für den, dem der Schädel gehörte…
Man kann wohl annehmen, daß da, wo Kokosnüsse töten, mehr Kokosnüsse leben als Haie. Und daß Menschen sich eher in der Nähe von Palmen aufhalten als beim Kaffeekränzchen mit Haien. Insofern ist es wenig verwunderlich, daß relativ wenige Menschen von Haien erlegt, wohl aber recht viele von herabfallenden Kokosnüssen getroffen werden.
Es ist sicher davon auszugehen, daß die Gefahr, die von Kokosnüssen ausgeht, in Deutschland vergleichbar gering ist wie die, die hierzulande von Haien droht. Oder Giftspinnen. Oder tollwütigen Wombats. Insgesamt kann man Giftspinnen oder tollwutkranken Tieren eine gewisse Gefährlichkeit jedoch sicherlich unterstellen. Und wo sie auf Menschen treffen, werden sie selbige wahrscheinlich auch relativ oft töten.
Vermutlich fallen jährlich auch wesentlich mehr Menschen umfallenden Bäumen zum Opfer als zubeißenden Haien. Muß ich daher jetzt auf meinen Sonntagsspaziergang im Grünen verzichten?
 

Der Klangschnuller
OY-HAI

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