Frau Schletterer singt nicht mehr

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Homeoffice
17.03.2020 13:17

Den allgemein bekannten weltweiten Umständen folgend bin auch ich mittlerweile von meinem Arbeitgeber ins Homeoffice „abgeordnet“ worden und sitze nun den ganzen Tag in dem Raum in meinem Zuhause, der mit glücklicherweise diese Art zu arbeiten ermöglicht.
Normalerweise verbringe ich im heimischen Büro meine Zeit am Computer fast ausschließlich zur Freizeitgestaltung: ich zeichne meine Birtoons (Cartoons mit der Protagonistin Birte) stets digital, arrangiere und schreibe Noten für meine Veeh-Harfe mit einer online frei zugänglichen Software, dümple dann und wann im Internet umher und verrichte am Computer eigentlich nur ab und zu für den Verein tatsächliche Arbeit.
Insofern fühlt es sich irgendwie gut an, zur Zeit meiner beruflichen Arbeit in einem Raum nachgehen zu können, den ich noch nie als Arbeitszimmer empfunden habe. Auch jetzt, wo ich ja natürlich tatsächlich hier ARBEITE, hat das viel Behagliches, zumal ich normalerweise mit drei Kolleginnen in einem nicht sehr großen Büro zusammensitze, wo ein gewisser Lärmpegel immer unvermeidlich ist.
Ich kenne etliche, die die Vorstellung, in einem Einzelbüro zu sitzen, nicht sehr angenehm finden; und ich bin neugierig, wie lange es dauert, bis auch ich die Betriebsamkeit eines Bürogebäudes vermissen werde.
Tatsächlich vermute ich, daß ich es recht lange gut aushalten werde, denn überall ist die Rede davon, daß die Leute sich so schwer damit tun, abends nicht auszugehen, sondern mal allein daheim zu bleiben. Für mich bedeutet das allerdings überhaupt keine Umstellung, weil wir ohnehin sehr häuslich und abends nur ganz selten außer Haus sind.
Auf jeden Fall finde ich es hochinteressant zu sehen, was alles möglich ist, wenn die Umstände es erfordern. Wie viele Dienstreisen auf einmal gestrichen werden können, ohne daß der Arbeitserfolg darunter zu leiden hätte, sollte so mancher Firma doch endlich mal die Augen öffnen.
Sicher, die sog. Corona-Krise ist für viele Selbständige und so manche Branche existenzbedrohend. Und auch das Ende sozialer Kontakte, Feiern und Events möchte ganz bestimmt niemand auf Dauer erleben. Corona taugt aber durchaus auch als Beweis, wie effektiv Geldbeutel und Umwelt geschont werden können, wenn man radikal auf bestimmte Dinge (Reisen etc.) von heute auf morgen verzichtet oder sie zumindest drastisch reduziert.

 

Nein, meine Suppe issyk nicht!
Lidwina von Schiedam

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